Kommunikation durch Kunst e.V.

Projektzeitraum:
März 2015 bis Juli 2017

Kooperationspartner
GraefeKids, Mobil im Kiez

Projektleitung:
Corinna Weiner
Kim Archipova

Dozenten:
Jörg Heuer
Katja Ullmann
Corinna Weiner
Renate Wiedemann
Janko Göttlicher
Lea Höppner
Sabine Reinfeld
Fernando Nino-Sanches
Kim Archipova
Jenny Löbert

Finanzierung:
Künste öffnen Welten, BKJ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ferienprojekt 2015-2017 Wandlungen 2

2014/15 haben wir mit der Kinderfreizeiteinrichtung GraefeKids und der Lemgo- Grundschule ein Bündnis gebildet mit dem Ziel, ein Kunstangebot für Kinder von 5-12 Jahren aus der näheren Umgebung der KinderKunstWerkstatt und der Düttmann-Siedlung umzusetzen. In mehreren Schnupperangeboten und darauf folgenden Ferienworkshops und Erkundungen haben wir uns mit dem Thema „Wandlung“ beschäftigt. Wie werde ich ein(e) andere(r), welche Rolle spiet Vorstellungskraft dabei, wie gehen wir mit dem Übergang von der Kita zur Schule, Grundschule zu weiterführender Schule um?

In diesem Rahmen haben wir z.B. wandelbare Kostüme entworfen und verkleidet den Kinderkarneval der Kulturen besucht, einen Zirkus auf dem Werner-Düttmann-Platz organisiert, selber Trickfilme gedreht und mit der Kamera versteckte Gesichter in Gegenständen und Bäumen gesucht. Zum Abschluss hatten wir eine dreitägige Ausstellung mit Kunstaktionen in der Kapelle am Urban, die dank der Werbung auf Radio Teddy von vielen Familien besucht wurde.

2015-17 stand bei Wandlungen II die Entdeckung und Gestaltung des Stadtraums im Vordergrund. Dazu haben wir zwei Street Art Workshops angeboten. In dem ersten konnten die Kinder nach einer Stadtführung Tape Art, Urban Gardening und Graffiti ausprobieren und zum Schluß die Terrasse des Drehpunkts verschönern; in dem anderen haben wir bei glühender Hitze Stromkäste mit Acrylfarbe, Spraydosen und Tape gestaltet. Bei einem wöchentlichen Kunstangebot im GraefeKids konnten die Kinder sehr viele unterschiedliche Techniken kennenlernen. Sie haben z.B. Türme aus Tonsteinen gebaut, Umhängetaschen genäht, Stop Motion Filme gedreht, Klänge erforscht, großflächig gemalt und Performance als neues Medium entdeckt. In den Herbstferien hatten die Kinder in beiden Jahren Gelegenheit, an zwei Projekttagen erst den Kiez aus ihrer Perspektive zu fotografieren. Dann haben wir im Fichtebunker und auf dem Düttmann- Platz die Bilder groß projiziert und darin performative Szenen entwickelt. Der schönste Moment war dabei, wie mehrere Kinder zu einem großen Schwan wurden.

Auf der Suche nach mehr Natur in der Stadt haben wir Tiere im Tierpark Hasenheide gezeichnet und in der Zitadelle Spandau Fledermäuse hautnah erlebt. Das Projekt „Mobil im Kiez“ vom Nachbarschaftshaus Urbanstraße kam 2015 als weiterer Kooperationspartner hinzu. Nachdem anfangs die Begegnung der Kinder unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedenen Kulturen zu einigen Konflikten geführt hatte, hatten wir in diesem Projekt von Anfang an eine gut durchmischte und sehr engagierte Kerngruppe, die sich immer mehr erweitert hat, und wir sind unseren Zielen, möglichst viele Kinder für Kunst zu begeistern und positive Begegnungen Kinder unterschiedlicher Herkunft in unserem Viertel zu fördern, ein gutes Stück näher gekommen